Rückenschmerz

Irgendwie hat es jeder, "das Kreuz mit dem Kreuz", denn 80% der deutschen Bevölkerung leiden an Rückenschmerzen. Der Leidensdruck ebenso wie die entstehenden Kosten (Arbeitsausfall, Medikamente etc.) sind erheblich. Die Ursachen ebenso wie die Auswirkungen von Rückenschmerzen sind dabei sehr vielschichtig und bedürfen einer genauen Diagnose.

In Kooperation mit der Techniker Krankenkasse, der Bahn-BKK und der KKH-Kaufmännische Krankenkasse bieten wir das Programm der "Integrierten Versorgung Rücken" in unserer Praxis an.

Ursachen

körperliche Faktoren: Viele sehen die Ursache von Rückenschmerzen in rein strukturellen Veränderungen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn spezifische Rückenschmerzen auf ein akutes Geschehen wie einen Bandscheibenvorfall, entzündliche Prozesse oder Frakturen (bspw. bei Osteoporose) zurückgeführt werden können. Hier kommt es zur Einengung des Wirbelkanals, in dem das Rückenmark verläuft. Der Druck auf das Rückenmark oder die austretenden Nerven führt zum Schmerz. Diese Ursachen bedingen jedoch nur bei 10% der Patienten die Rückenschmerzen. Meist treten unspezifische Rückenschmerzen auf, welche nur selten auf Verschleiß oder Abnutzung zurückgeführt werden können. Tatsächlich ist es so, dass trotz eindeutiger Röntgenbefunde kein Schmerz vorliegen muss. Vielmehr sind funktionelle Störungen (Muskelverkürzungen, Verspannung) des Muskel-Bänder-Gelenke-Systems für die Problematik zuständig. Das komplexe System kann leicht durch Über- und Unterforderung, durch Fehlhaltung und Fehlbelastungen ebenso wie durch Bewegungsmangel aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Hierfür liegen jedoch im zunehmenden Maße auch seelische Faktoren zugrunde.

seelische Faktoren: Stress - ein kleines Wort mit großen Ausmaßen: Leistungsdruck oder Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, familiäre Konflikte oder Existenzangst. All dies führt zu einem veränderten Muskelspannungsverhältnis und damit auch zu veränderten, ungünstigen Bewegungsmustern. Der auftretende Schmerz führt weiterhin zu Schonhaltungen, die Angst vor Schmerz zur Rücknahme sozialer Aktivitäten. Ein verhängnisvoller Kreislauf wurde in Gang gesetzt. Die körperliche wie soziale Inaktivität schwächt weiterhin die Muskulatur und auch die Lebensfreude geht verloren. Die Gefahr einer Schmerzchronifizierung ist hoch.

Diagnose

Für eine individuelle Diagnose bedienen wir uns nicht nur der röntgenologischen und tomographischen Befunde sondern auch eines persönlichen Gesprächs. Auch das Führen eines Schmerztagebuches kann sehr hilfreich sein, den Schmerz besser einzuschätzen.

Therapie

Im Sinne der Schmerztherapie ist zunächst die Schmerzlinderung bzw. Schmerzausschaltung oberstes Ziel unserer Therapie:

  • Medikamente
  • Akupunktur
  • Quellgas
  • u.v.m.

Unterstützend dazu finden auch physiotherapeutische und psychotherapeutische Maßnahmen Anwendung um der multifaktiorellen Entstehung gerecht zu werden.

Fühlen Sie sich bei uns in guten Händen.

Aber auch Sie müssen aktiv werden: lernen Sie, sich wieder etwas zu gönnen. Tun Sie sich etwas gutes. Der Schmerz soll nicht mehr im Vordergrund stehen.